Dienstag, 26. November 2013

Geschreddert oder geschlachtet?

Ein Aufreger der letzten Woche für mich war, als die taz titulierte Brüder, zur Sonne, zum Kochtopf.
Der Artikel beschäftigt sich mit der gängigen Praxis, männliche Küken zu shreddern, da sie nicht wie ihre Schwestern als Legehennen verwertet werden können. Eine "Innovation", die sich einige Biohöfe der Bruderhahn-Initiative auf ihre Fahnen geschrieben haben, ist die Aufzucht der Hähne, um sie dann auf dem Markt der Spitzengastronomie zu verkaufen.
Ich frage mich, ob die Züchter ernsthaft eine Auszeichnung dafür wollen, dass sie die Tiere nicht direkt nach dem Schlüpfen umbringen, sondern nachdem sie einige Wochen und Monate aufgezogen wurden, in den Schlachthof gebracht werden. Was ist der Unterschied zwischen Shreddern und Schlachten? Totgestreichelt werden die Tiere bei beiden Optionen definitiv nicht.

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